| Grundbestandteile eines Parfüms sind hauptsächlich Alkohol
(ca. 80 %) und darin gelöste natürliche Essenzen (ätherische Öle
pflanzlicher oder tierischer Herkunft), sowie synthetisch hergestellte
Duftstoffe, in der Fachsprache „Riechstoffe“ genannt.
Die meisten dieser Duftstoffe können heute in größeren
Mengen und daher günstiger hergestellt werden.
Aus der verfügbaren Menge von ca. 200 natürlichen Essenzen
und ca. 2000 synthetischen Duftstoffen werden etwa 30 bis 80 verschiedene
Stoffe für eine Parfümkomposition gemischt.
Unter den Inhaltsstoffen sind 26 als für Allergiker gefährlich
eingestuft. Die Deklaration erfolgt seit 2005 EU-weit nach dem
INCI-System.
Verdünnungsklassen [Bearbeiten]Es werden, abhängig von der Konzentration
an Duftölen, folgende Verdünnungen unterschieden:
Eau de Cologne (EdC, 3–5 %)
Eau de Toilette (EdT, 6–9 %) bei sog. Extreme oder Intense-Varianten
auch mehr
Eau de Parfum (EdP, 10–14 %)
Parfum oder Extrait (15–30 %)
Duftnoten [Bearbeiten]Ein Parfüm kann durch unterschiedliche
Anteile der Grundbestandteile sehr viele verschiedene Duftnoten
annehmen. Es kann beispielsweise blumig-feminine, maskuline, orientalische,
fruchtige, pudrige, zitrusfrische oder klassisch-elegante Duftnuancen
aufweisen.
Ein Parfüm setzt sich aus Kopf-, Herz- und Basisnote zusammen.
Die Kopfnote ist unmittelbar nach dem Auftragen des Parfüms
auf der Haut wahrzunehmen. Da sie für den ersten Eindruck
und die Kaufentscheidung wichtig ist, ist die Kopfnote meist intensiver
als die anderen und wird von leichtflüchtigen Duftstoffen
geprägt. (Aus diesem Grund sollte man bereits einige Zeit
vor dem Kauf ein Parfüm auf der eigenen Haut testen, um über
den - für den Träger wichtigeren - Duft der Herznote
urteilen zu können.)
Die Herznote ist in den Stunden, nachdem sich die Kopfnote verflüchtigt
hat, zu riechen.
Die Basisnote ist der letzte Teil des Duftablaufes und enthält
langhaftende Bestandteile.
Parfüms können relativ lange gelagert werden, am besten
in einem dunklen und kühlen Raum, damit kein Licht, keine
Feuchtigkeit und keine Hitze das Parfüm verfliegen lässt
oder den Duft beeinträchtigt. Bei zu langer oder schlechter
Lagerung kann es zu einer unangenehmen Veränderung des Duftes
kommen.
Die wichtigsten Duftbausteine [Bearbeiten]Die wichtigsten Duftbausteine sind
Blüten, Früchte, Gewürze, Rinde und Harz, Blätter, Gräser,
Moose, Beeren, Wurzeln, tierische Sekrete und sogenannte Gourmand-Noten.
Zu den wichtigsten Blüten gehören Geranium (Storchenschnäbel),
Hyazinthe, Jasmin (Nur in höchst aufwendigem, mehrstufigem
Verfahren zu gewinnen. Eine Tonne Blüten ergibt ein Kilo Absolue),
Lavendel – Das in der Parfümerie wohl am meisten verwendete ätherische Öl,
Maiglöckchen, Mimose, Neroli – Wird aus den Blüten
des Bitterorangenbaums gewonnen, Osmanthus – in modernen
Fantasienoten, Rose – Die Blütenblätter werden
einzeln gezupft. Einer der am häufigsten verwendete Blütenduftbaustein,
Tuberose (Nachthyazinthe) – Einer der teuersten Duftstoffe,
wird durch Enfleurage gewonnen Veilchen, Ylang-Ylang
Zu den wichtigsten Früchten gehören Bergamotte, Grapefruit,
Limette, Orange– Wird aus den Früchten des Orangenbaums
gewonnen, Orange bitter – Wird aus den Früchten des
Bitterorangenbaums gewonnen, Zitrone, Pfirsich, Grüner Apfel,
Erdbeere, Brombeere, Himbeere, Pflaume, Kokos Cassis - schwarze
Johannisbeere
Gewürze sind vor allem Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander,
Muskatnuss, Nelke – verwendet werden Blüten und Blätter,
Piment (Nelkenpfeffer), Rosmarin – häufig verwendet,
Vanille, Zimtrindenöl
Auch Rinden und Harze kommen zum Einsatz: Benzoe Siam, Elemi – häufig
in Fougère-Kompositionen, Myrrhe, Olibanum (Weihrauch),
Opopanax, Perubalsamöl, Rosenholz, Sandelholz, Styrax, Tolubalsam,
Zedernholz (auch Wacholder)
Blätter, Gräser, Moose, Beeren, Wurzeln: Citronella,
Eichenmoos – Gibt einer Duftkreation Wärme und Haftfestigkeit,
Galbanum, Iriswurzel – sehr wertvoll und von hoher Originalität,
Lorbeer, Muskatellersalbei, Patchouli – ein wichtiger Dufteckpfeiler
, Petitgrain – Wird aus den grünen Teilen des Bitterorangenbaums
gewonnen (Blätter, Zweige, unreife Früchte), Tabakblätter – für
echte Tabaknoten unerlässlich, Tonkabohne, Veilchenblätter,
Vetiver-Gras, Wacholderbeeren, Zypresse
Tierische Sekrete: Amber, Castoreum, Moschus – Einer der ältesten
und sagenumwobendsten Duftbausteine. Wird heute nur noch in synthetischer
Form eingesetzt, Zibet
Gourmand-Noten: Schokolade, Karamell, Zucker, Zuckerwatte, Honig,
Süße Milch, Mandel
Synthetische Duftstoffe: Hier können nur einige Beispiele
genannt werden. Auf die Aufzählung chemischer Formeln wird
verzichtet: Aldehyde – für die Parfümerie von überragender
Bedeutung, Cumarin, Heliotropin, Maltol – intensiv süss,
warm, fruchtig, karamellartig, Moschus Keton und Moschus Xylol – ersetzt
das tierische Moschus, Phenole, Vanillin
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