IQ-Test

 

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Ein Intelligenztest (IQ - Test) ist ein Instrument der psychologischen Diagnostik, das eine Messung des "operationalisierten" Konstruktes Intelligenz ermöglicht. Der individuellen Ausprägung der Intelligenz wird ein numerisches Relativ zugeordnet. Durch eine entsprechende Normierung (Alter, etc.) werden die Ergebnisse vergleichbar.

Der Intelligenzquotient ist somit der Abweichungsquotient der Rohwerte zum Mittelwert in Einheiten der Standardabweichung mit einem Mittelwert von 100.

Struktur [Bearbeiten]Ein IQ-Test besteht aus mehreren Teilbereichen mit jeweils mehreren Items unterschiedlicher Schwierigkeit.

Beispiele:

HAWIE-R
Verbaltests (allgemeines Wissen, Zahlennachsprechen, Wortschatztest, Rechnerisches Denken, Allgemeines Verständnis, Gemeinsamkeiten finden)
Handlungstests (Bilderergänzen, Bilderordnen, Mosaik-Test, Figurenlegen, Zahlen-Symbol-Test)
IST 2000
verbale Kompetenz (Satzergänzung, Analogien, Gemeinsamkeiten)
numerische Kompetenz (Rechenaufgaben, Zahlenreihen, Rechenzeichen)
figurale Kompetenz (Figurenauswahl, Würfelaufgeben, Matrizen)
Merkfähigkeit, Schlussfolgerndes Denken (Reasoning)
Erweiterungsmodul: fluide und kristallisierte Intelligenz (Generalfaktoren)
Nach den Ergebnissen von Rindermann (2006, siehe Literaturangabe unten) sind auch die bei den PISA-Studien, bei TIMSS und bei IGLU eingesetzten Testverfahren als IQ-Tests zu verstehen. Die Validität und Verlässlichkeit der PISA-Tests als Maß des Allgemeinen Faktors der Intelligenz von der Studie als gleichwertig oder sogar höher als bei den oben angeführten Tests angesehen. Allerdings werden PISA-Tests nicht unter ausreichend abgesicherten Bedingungen durchgeführt, so dass die Ergebnisse in der Regel nicht für eine Intelligenzaussage zu den einzelnen Schülern verwendet werden kann.

Siehe auch: Kategorie:IQ-Test


Konstruktion [Bearbeiten]Die Autoren von Intelligenztests konstruieren ihre Tests nach impliziten Annahmen über dieses Konstrukt bzw. in Anlehnung an bestehende Intelligenztheorien. Es kann davon ausgegangen werden, dass verschiedene Intelligenztests unterschiedliche Ausschnitte des Konstruktes Intelligenz erfassen.

Einige Verfahren decken das Konstrukt durch sehr verschiedene Untertests / verschiedene Itemformen ab (IST2000, BIS), während andere es durch sehr homogene aber besonders repräsentative Itemformen abdecken (Mental Speed, Matrizentests).

Einige Verfahren sind besonders für die Erfassung der allgemeinen Intelligenz konzipiert (Modell des Generalfaktors der Intelligenz) während andere (WIT, LPS) eher an der spezifischen Ausprägung der einzelnen Faktoren der Intelligenz interessiert sind.

 Quellenangabe : Wikipedia