Als Elektronischer Handel (auch Internetverkauf, Elektronischer
Marktplatz, Virtueller Marktplatz) wird der virtuelle Einkaufsvorgang
via Datenfernübertragung innerhalb der Distributionspolitik
des Marketing bezeichnet. Hierbei wird über das Internet
eine unmittelbare Handels- oder Dienstleistungsbeziehung zwischen
Anbieter und Abnehmer abgewickelt. Im weiteren Sinne umfasst
er jede Art von geschäftlicher Transaktion, bei der die
Transaktionspartner im Rahmen von Leistungsanbahnung, -vereinbarung
oder -erbringung elektronische Kommunikationstechniken einsetzen.
Der in der Literatur hierfür häufig zu findende Begriff
des Electronic Business wurde durch eine IBM-Werbekampagne Ende
der 1990er Jahre populär.
Der elektronische Handel ist ein Teil der Internet-Wirtschaft
(E-Commerce, E-Business).
Onlineshop
Der Onlineshop stellt Waren und digitale
Produkte im Internet zum Verkauf bereit. Dabei handelt es sich
bei einem Shopsystem grundsätzlich um Software mit einer
Warenkorbfunktionalität. Der Käufer wählt das
Produkt aus und legt es in den Warenkorb. Hinter einem E-Shop
steht ein physisches Geschäft, das die Bestellung abwickelt.
Es gibt diverse E-Shop-Software für diesen Verkaufskanal.
Moderne Onlineshops bieten dem User nicht nur die Möglichkeit
das Produkt zweidimensional zu betrachten und ein paar technische
Daten zu lesen. Im Bereich hochwertiger Konsumgüter werden
mitunter auch dreidimensionale Produktabbildungen visualisiert.
Die Wahrnehmung des Kunden soll möglichst nah an die Realität
geführt werden. Hierzu finden häufig auch Sound-Animationen
Anwendung sowie Konfigurationsprogramme, mit denen das Produkt
in Farbe, Ausstattung und Design oft an die individuellen Vorstellungen
des Kunden angepasst werden kann. Der Hersteller bzw. Anbieter
gewinnt auf diese Weise zusätzlich wertvolle Informationen über
Kundenpräferenzen.
Besonders bekannte Formen des Internethandels sind Buch- und
Musikversand und Internetauktionen. Im Zuge des Internetbooms
gegen Ende des 20. Jahrhunderts gewannen Onlineshops mehr und
mehr an Bedeutung. Internethändler haben den Vorteil, dass
sie keinen physischen Verkaufsraum brauchen, dieser steht virtuell
als Internetseite zur Verfügung. Auch brauchen Onlineshops
häufig keinen oder nur wenig Lagerraum, da sie eine Lieferung
oft direkt vom Erzeuger veranlassen können (Drop Shipping)
bzw. die Waren je nach Bedarf bestellen können. Die eingesparten
Festkosten können dann an den Verbraucher weitergegeben
werden. Sogar Internetbuchhändler, die in Deutschland der
Buchpreisbindung unterliegen, welche Rabattaktionen verbietet,
haben den Vorteil durch die Übernahme der Versandkosten
dem Kunden bei gleichem Preis den Gang zum Buchladen zu ersparen.
Hier spricht man vom klassischen Versandhandel. Bei digitalen
Produkten wie Musikdateien, Software oder Onlinebüchern
kann der Kunde nach dem Kauf das Produkt direkt herunterladen.
Der physische Versand entfällt in diesem Fall und der Kunde
kann seinen Einkauf sofort nutzen.
Gewinner dieses Trends sind neben den Onlineshops vor allem
Logistikunternehmen und Zustelldienste, während Klein- und
Einzelhändler oft die Verlierer dieses Wandels sind. Auch
die IT-Branche profitiert indirekt durch höhere Auftragszahlen
für die technische Bereitstellung und Wartung der Onlineshops
vom Wachstum des Internethandels.
Quellenangabe : Wikipedia
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